In unserem Beitrag mit dem Titel „Soll ich sparen oder investieren?“ in der Rubrik „Bevor Sie investieren“ haben wir erklärt, warum es interessanter ist , zu investieren, als sein Geld auf einem Bankkonto zu halten. „Investieren“ heiβt in der Praxis, ein Gut mit dem Ziel zu erwerben, einen Ertrag („Rendite“ genannt) zu erzielen. Dieser Ertrag kann entweder ein regelmäβiges Einkommen sein, während man dieses Gute besitzt, oder ein Gewinn (oder „Mehrwert“) zu dem Zeitpunkt, zu dem man dieses Gut verkauft.
Es gibt jede Menge von Gütern, die sich für eine Investition eignen. Werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Gruppen davon, auch Anlageklassen genannt.
Eine Anlageklasse, die einem wohl als erstes in den Sinn kommt, wenn man an Investitionen denkt, ist die Aktie.
In einfachen Worten ist eine Aktie ein Eigentumsnachweis. Wenn Sie also eine Aktie kaufen, dann kaufen Sie einen kleinen Teil eines Unternehmens oder, mit anderen Worten, Sie erwerben eine Beteiligung an diesem Unternehmen. Dies gibt Ihnen bestimmte Rechte, einschließlich des Rechts, am Erfolg des Unternehmens beteiligt zu sein. Wenn das Unternehmen einen Gewinn macht, kann es beschlieβen, diesen Gewinn mit seinen Eigentümern – den Aktionären – zu teilen, indem es diesen eine Dividende zahlt. Da die Höhe der Dividenden von vielen Faktoren abhängt, werden Aktien auch nicht festverzinsliche Wertpapiere genannt. Aktien bieten die Möglichkeit, sowohl regelmäßige Erträge als auch Kapitalgewinne zu erzielen, wenn ihr Kurs mit der Zeit ansteigt.
Doch Achtung: Mit dem Erwerb einer Aktie sind Sie nicht nur am Erfolg, sondern auch am Misserfolg des Unternehmens beteiligt. Wenn dieses nämlich Verluste macht, werden Sie mit groβer Wahrscheinlichkeit keine Dividende erhalten, und der Kurs der Aktie dürfte fallen, so dass Sie als Anleger am Ende ebenfalls Verluste erleiden.
Festverzinsliche Wertpapiere, auch Anleihen oder Schuldverschreibungen genannt, stellen eine zweite wichtige Anlageklasse dar.
Wenn Sie eine Anleihe erwerben, leihen Sie dem Emittenten (der diese Anleihe geschaffen hat), für eine bestimmte Zeit Geld. Der Emittent wird Ihnen dafür regelmäβig Zinsen zahlen und Ihnen das geborgte Geld nach Ablauf des vereinbarten Zeitraums zurückerstatten. Schuldverschreibungen können von einem Unternehmen, einem Staat oder regionalen und lokalen Behörden, wie beispielsweise Kommunen, ausgegeben werden. Festverzinsliche Wertpapiere sind für Anleger geeignet, die ein regelmäßiges Einkommen erzielen wollen.
Immobilien – wie Grundstücke oder Gebäude – bilden eine Anlageklasse, die sich eher für eine langfristige Investition eignet. Wenn eine Immobilie zu Anlagezwecken erworben wird, ist das Ziel in der Regel, Mieteinnahmen zu erzielen.
Neben diesen drei großen Anlageklassen können Anleger ihr Geld in eine Vielzahl von mehr oder weniger spekulativen Finanzinstrumenten investieren, in Edelmetalle (Gold, Silber, Platin …), Antiquitäten, Kunstgegenstände , Uhren, Oldtimer, edle Weine … kurz gesagt, in jedes Gut, von dem sie sich ein regelmäßiges Einkommen und/oder mit der Zeit einen Wertzuwachs versprechen.
All diese Anlageklassen bieten unterschiedliche Chancen und sind ebenfalls mit unterschiedlichen Risiken verbunden.
Grundsätzlich können Sie die meisten Investitionsgüter direkt von einer Bank, einem Broker, Vermögensverwalter, Immobilienmakler oder spezialisierten Händler erwerben. Sie können sie auch indirekt über einen Investmentfonds kaufen – ein beliebter Ansatz, der von Millionen von Investoren genutzt wird.