Ein Investmentfonds funktioniert im Prinzip auf die gleiche Weise, mit dem groβen Unterschied, dass die Initiative, einen Topf zum gemeinsamen Investieren zu bilden, nicht von einer Gruppe von Anlegern ausgeht, sondern von einem Finanzinstitut. Dieses gründet einen Investmentfonds und geht dann auf die Suche nach Anlegern, die daran interessiert sein könnten, sich an dem Fonds zu beteiligen, indem sie Geld in diesen einzahlen. Ein Investmentfonds ist als nichts anderes als ein „Organismus für gemeinsame Anlagen » (OGA), wobei dieser Begriff vielleicht etwas schwerfällig klingt, aber recht gut zum Ausdruck bringt, um was es sich handelt.
Wie funktioniert dies nun in der Praxis?
Nun, nehmen wir beispielsweise ein Finanzinstitut mit einem Team von Mitarbeitern, die den japanischen Aktienmarkt genau verfolgen und diesen ausgesprochen gut kennen. Anstatt sich nun darauf zu beschränken, dieses Fachwissen ausschlieβlich dafür zu nutzen, japanische Aktien für sich selber zu kaufen und zu verkaufen, kann dieses Finanzinstitut beschlieβen, mit den Kenntnissen seiner Mitarbeiter zusätzliches Geld zu verdienen, indem es einen Investmentfonds gründet.
Dieser Investmentfonds verpflichtet sich, eine spezifische Anlagestrategie zu verfolgen, in unserem Fall: ausschliesslich in japanische Aktien zu investieren. Jeder Anleger, der in japanische Aktien investieren will, kann Geld in diesen Fonds einzahlen. Im Gegenzug erhält er Aktien oder Anteile des Fonds. Die so vom Investmentfonds eingesammelten Anlagegelder werden von seinem Team von Experten verwaltet. Diese kaufen und verkaufen japanische Aktien für den Fonds und verwalten das so gebildete Aktienportfolio. Erzielt der Fonds Gewinne, werden diese entweder im Fonds reinvestiert oder in Form von Dividenden an die beteiligten Anleger ausgeschüttet. Will ein Teilhaber sein angelegtes Geld wieder aus dem Fonds abziehen, kauft der Fonds seine eigenen Aktien oder Anteile vom Anleger zurück.