Weil es so schwer ist, den Markt dauerhaft zu schlagen, haben etliche Fondsmanager dieses Ziel aufgegeben und versuchen lediglich, eine Performance zu erzielen, die so nahe wie möglich an die des entsprechenden Börsenindex herankommt. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen sie nicht einmal aufwändige Recherchen und Analysen durchzuführen, um die besten Wertpapiere auszuwählen. Es reicht, wenn sie ganz einfach den Börsenindex, an dem sie ihre Leistung messen, in ihrem Portfolio „abbilden“, indem sie in sämtliche Wertpapiere investieren, die in dem Index enthalten sind, und zwar in exakt dem gleichen Verhältnis, das die einzelnen Wertpapiere im Index haben.

Der Automobilhersteller BMW beispielsweise hat im deutschen Aktienindex DAX ein Gewicht von 3,17 Prozent, der Softwarehersteller SAP einen Anteil von 8,15 Prozent, die Deutsche Bank einen Anteil von 2,85 Prozent*. Ein Fonds, der den DAX abbilden will, investiert also 3,17 Prozent der ihm anvertrauten Anlagegelder in BMW-Aktien, 8,15 Prozent in SAP-Aktien, 3,17 Prozent in Deutsche Bank-Aktien und so weiter. Auf diese Weise wir die Performance des Fonds zwar nie besser sein als der Index, aber auch nicht wesentlich schlechter.

Man sagt, dass diese Fondsmanager ihren Fonds „passiv“ verwalten, die entsprechenden Fonds sind „passive Fonds“. Neben den aktiv gemanagten Fonds sind sie eine weitere wichtige Fondsgattung. In unserem Beitrag „Passives Fondsmanagement : Der Weg des geringsten Risikos … für den Fondsmanager“ erklären wir etwas mehr im Detail, wie diese Fonds funktionieren und welche Vor- und Nachteile sie haben.

* Stand 13. Mai 2016