Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Investmentfonds. Ein Investmentfonds kann nämlich im Prinzip nicht nur in Aktien investieren, sondern auch in andere Wertpapiere, in Immobilien, Edelmetalle, Kunstwerke, edle Weine … und sogar in andere Investmentfonds.

Je nachdem, worin ein Investmentfonds investiert und an welche Art von Anlegern er sich richtet, ist er mehr oder weniger reguliert und von den für die Finanzmärkte zuständigen Aufsichtsbehörden überwacht.

Die am stärksten regulierten und überwachten Investmentfonds sind die „Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren“ (OGAW), die, wie es ihr Name bereits andeutet, ausschlieβlich in Wertpapiere investieren dürfen, also in Aktien, Anleihen und Geldmarktinstrumente. Da OGAWs in erster Linie für Kleinanleger gedacht sind, beschäftigen wir uns mit ihnen in einem eigenen Beitrag.

Investmentfonds sind keine neue Erfindung. Ihr Konzept stammt bereits aus dem 18. Jahrhundert. So wurde bereits im Jahre 1774 in den Niederlanden eine vergleichbare Einrichtung mit dem Namen Eendracht Maakt Magt gegründet. Die West Cornwall Mines Investment Company entstand 1836 in Groβbritannien, die schweizerische Société civile Genevoise d’emploi de fonds 1849. Der Scottish American Investment Trust wurde im Jahre 1873 in Schottland ins Leben gerufen, der Boston Personal Property Trust 1894 und der deutsche Zickert’scher Kapitalverein 1924. Der erste luxemburgische Investmentfonds, FCP Eurunion, entstand erst im Jahre 1959.