Wie andere Finanzprodukte und -dienstleistungen auch ist ebenfalls eine Geldanlage in einem Investmentfonds mit Kosten verbunden, die der Anleger entweder direkt oder indirekt tragen muss.

Diese Kosten sind häufig sehr unterschiedlich und hängen von der Art des Fonds, von seiner Anlagestrategie, seinen Vertriebskanälen, dem Fondsanbieter … oder, vereinfacht gesagt, von der Fantasie des Fondsanbieters bei der Schöpfung immer neuer Gebühren und Provisionen ab. Jeder Anleger ist deshalb gut beraten, die Konditionen genau zu vergleichen ehe er sich für den einen oder anderen Fonds entscheidet.

Die offensichtlichsten Kosten sind die Emissionsgebühren, die dem Anleger in Rechnung gestellt werden, wenn er Aktien oder Anteile eines Investmentfonds zeichnet. Die Emissionsgebühr ist die Differenz zwischen dem Wert eines Fondsanteils und dem Preis, den der Anleger für den Anteil bezahlen muss, und dient gewöhnlich dazu, die Dienstleistungen des Vertriebspartners des Fonds zu vergüten. Der Höchtsbetrag der Emissionsgebühr wird in Prozent des Anteilswertes ausgedrückt und im Emissionsprospekt des Fonds angegeben. Wie eingangs bereits erwähnt, kann diese Emissionsgebühr je nach Fondstyp und Vertriebsnetz sehr unterschiedlich ausfallen. Während sie bei einem Geldmarktfonds sehr niedrig sein kann, so erreicht oder übersteigt sie bei einem Aktien nicht selten 5 Prozent.

Nicht selten berechnen Investmentfonds dem Anleger auch eine Rücknahmegebühr, wenn dieser sein Geld aus dem Fonds abzieht und seine Fondsanteile oder -aktien zurückgibt.

Da jeder Investmentfonds gesetzlich dazu verpflichtet ist, die Verwahrung seines Vermögens einer Verwahrstelle anzuvertrauen – die sich für diese Dienstleistung natürlich vom Fonds bezahlen lässt – wälzt der Fonds diese Kosten auf den Anleger ab, indem er ihm eine Depotbankgebühr in Rechnung stellt. Diese werden häufig direkt aus dem Fondsvermögen beglichen.

Praktisch alle Investmentfonds erheben eine Managementgebühr, mit der die Kosten für die alltägliche Verwaltung des Fonds abgedeckt werden. Je ausgefeilter die vom Fonds oder den von ihm damit beauftragten Experten durchgeführten Recherchen und Analysen sind, um die vielversprechendsten Vermögenswerte ausfindig zu machen, und je höher die potentiellen Renditechancen des Fonds eingeschätzt werden, umso höher dürfte die Managementgebühr ausfallen.

Eine an die Wertentwicklung des Fonds gebundene Gebühr (die „Performancevergütung“) kann dann erhoben werden, wenn die Wertentwicklung des Fonds die Performance eines im Voraus festgelegten Referenzindizes übersteigt.