Ein Investmentfonds ist grundsätzlich eine sehr liquide Anlage: Sie können Ihre Anteile jederzeit verkaufen oder zum jeweiligen Rücknahmepreis an die Fondsgesellschaft zurückgeben. Dies gilt insbesondere für OGAW, die gesetzlich verpflichtet sind, offene Fonds zu sein, das heißt den Anlegern zu erlauben, jederzeit ihr Geld aus dem Fonds abzuziehen.

Dies ist jedoch nicht der Fall bei geschlossenen Fonds. Diese haben in der Regel eine im Voraus festgesetzte, recht lange Lebensdauer (10 bis 20 Jahre) und sammeln einen ebenfalls im Voraus festgesetzten Betrag an Anlagegeldern ein, mit denen sie langfristige, häufig illiquide Projekte finanzieren, wie beispielsweise Immobilien-Projekte. Ist dieser Betrag erreicht, wird der Fonds geschlossen, und er nimmt keine neuen Anlagegelder mehr an. Die Anleger können im Prinzip erst am Ende der Lebensdauer des Fonds wieder aussteigen.

Geld in einem Investmentfonds anzulegen erfordert wenig Aufwand. Es ist nicht nötig, ständig die Entwicklung der Finanzmärkte und der verschiedenen Wertpapiere zu verfolgen, in die man investiert hat. Das ist die Aufgabe – und der Beruf! – des Fondsmanagers. Sie kommen so in den Genuss einer professionellen Vermögensverwaltung zu relativ bescheidenen Kosten.

Nicht zuletzt kann Ihnen ein Investmentfonds auch den Zugang zu spezifischen oder exotischen Märkten eröffnen, auf denen einzelne Anleger allein nur schwer investieren könnten.